Hi followers,
Nachdem ich nun einige Zeit mit der Erforschung einer Algenerntemethode verbracht habe, dem Tubesettler, wurde mir ein weiteres Projekt zu teil. Algen lassen sich umso leichter ernten je größer sie sind oder je besser sie „zusammen kleben“. Dies lässt sich durch diverse Chemikalien erreichen, die jedoch die Kosten erhöhen und den Wert der Algen mindern da somit z.B verpulvertes Aluminium mit den Algen verklebt wird. Es gibt auch die Möglichkeit die Algen durch Beeinflussung der Randbedingungen zum ausscheiden von Substanzen zu bewegen, die zum Verklumpen führen. Dieser Vorgang ist allerdings sehr wenig erforscht, aber wie sich an dieser Stelle schon vorstellen lässt sehr viel versprechend. Deshalb haben wir ein recht Umfangreiches Experiment entworfen um einigen der Randbedingungen besser auf die Schliche zu kommen. Das Aufbauen und Warten (täglich 3-4 h) dieses Experiments, hat mich die letzten Wochen voll und ganz unter Beschlag genommen.
Trotzdem finde ich nach wie vor Zeit an den Wochenenden wertvolle Erfahrungen mit Land und Leuten zu machen. Mein Geburtstag hier unten war wirklich unglaublich und ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken die an mich gedacht haben, mir Briefe geschrieben haben, Päckchen geschickt oder mir über E-Mails Glückwünsche zukommen ließen.
Für alle die noch nicht bescheid wissen hier eine kurze Zusammenfassung meines Geburtstagswochenendes:
„Meine Geburtstagsfeier war richtig genial, da ich mit all meinen Freunden einen Wochenend Ausflug in eine der schönsten Gegenden der Nordinsel unternommen habe: Corromandel. Rob hat vorgegeben das wir nur zu dritt, Judith, er und ich losziehen. Auf dem Weg saß dann Vincent an der Straße und 20 km out of Hamilton standen Jule und Pia mit einem Papschield trampend an der Straße. Damit hatte ich dann wirklich nicht mehr gerechnet. Somit sind wir dann zu sechst in meinem Auto um die Halbinsel getourt. Wir haben dann am Samstag in Whitianga im Pub reingefeiert und die Liveband hat mir ein cooles Geburtstagsständchen gespielt. Mit der Aussprache meines Namens haben sie sich allerdings etwas schwer getan "Konrod". Leider ist am Sonntagabend die Kupplung meines bis dahin so geliebten Autos über den Jordan gegangen, was ich inzwischen aber gegen einen Haufen Geld reparieren lassen hab.“
Die letzten 4 Wochenenden hab ich mich abwechselnd in Raglan und in der Mount Manganui Umgebung aufgehalten, sei es um die genialen Strände zu genießen, zu surfen, den Mount Manganui zu besteigen, an meinem ersten Ultimate Frisbeeturnier teil zu nehmen, mich trotz Lichtschutzfaktor 30 zu verbruzzeln, oder um White Island einen Besuch ab zu statten.
White Island ist ein aktiver Vulkan, der als kleine Insel vor der Küste der Bay of Plenty liegt.
Während dieser Unternehmungen hat mich zu meist mein treuer Freund Rob begleitet und gemeinsam haben wir auf unseren Trips wiederum viele nette Menschen kennen gelernt die uns auf unsern Wegen begleitet haben.
Vergangenes Wochenende waren wir auf einem Christmas Open Air Konzert von Dave Dobyn, der Ikone der neuseeländischen Musik und mein absoluten Favorit der Kiwimusik.
Christmas Konzert? Ja das ist schon etwas merkwürdig Weihnachtslieder der Vorbands zu hören während man im ärmellosen Shirt und kurzer Hose zusammen mit 10.000 andern Leuten auf Dave Dobyn wartet. In der ersten Reihe waren wir Dave dann zum Greifen nahe und nach dem Konzert gab’s ein sagenhaftes Feuerwerk.
Allgemein bleibt zu sagen dass ich mich in meiner WG nach wie vor wohl fühle und mich nun schon riesig auf Mama, Papa und später Moritz freue, die in nicht all zu langer Zeit bei mir vorbeischneien (Wortspiel). Allen andern sei gesagt das trotz meiner tollen Tage hier unten, meine Gedanken immer wieder bei euch sind und ich schon fröhlich an kommende gemeinsame Tage denke. Somit wünsche ich euch eine gute Zeit bis zum nächsten mal
Warmest Regards
Konrad
