Sunday, February 22, 2009

22.2.09 Nord-Vietnam


Heeeello (vietnamnesisches hello),

nach meinem Abschied von einem genialen halben Jahr, bleibt nicht viel Zeit zum Durchatmen. Von Auckland geht's ueber Melbourne nach Bangkok. Die Stadt hielt mich zwei Tage in ihrem Atem. Eine faszinierende Kultur, fremdartiges Essen, majestaetische Tempel, nette Reisegefaehrten und unglaubliche Einkaufsmoeglichkeiten. Weiter gings mit dem Flieger nach Hanoi, der Hauptstadt Vietnams die sehr zentral im Norden des Landes liegt. Hier ist dann Thomas mein Stuggi Buggi Benztown Buddy zu mir gestossen und wir haben erst mal fuerstlich gespeist um die Wiedervereinigung gebuehrend zu feiern. Das Land ist beeindruckend urspruenglich, mit einer herrlichen Landschaft, wie Reisfelder die von Wasserbueffeln umgepfluegt werden, Kalksteinfelsen die aus dem Meer oder Land in die Luft ragen, Ochsenkarren die zwischen den aber tausenden Mopeds auf der Strasse dahintingeln, vielen freundlichen, kleinen und zierlichen Leuten die allerdings meist die Gelegenheit ausnutzen mit einem Lachen von dir einen sehr viel hoehren Preis als den gaenigen zu verlangen.
Von Hanoi sind wir zwei erstmal in die Halong Bay gefahren um vom lauten und stressigen Verkehr, in die friedliche Atmosphaere der von Kalksteinfelsen gespickten Bucht zu wechseln. Dort haben wir mit dem Schiff und Kayak zwei Tage lang die Bucht erkundet, bevor es weiter zur Perfume Pagode, einem der wichtigsten spirituellen Orte Vietnams ging. Hier waren wir so ziehmlich die einzigen westlichen Touristen und im Strom der kleinen Pilger waren wir mehr als einmal eine wahre Atraktion. Besonders Thomas mit seinen ausergewoehnlichen Ausmassen, hat die Blicke nur so angezogen und inzwischen kursiert mit Sicherheit ein ganzer Haufen an Photos von den zwei Europaern, durch die Haende diverse vietnamnesischer Familien. Weiter gings nach Ninh Binh, wo wir mit dem Ruderboot durch 9 Hoehlen geschifft wurden und die, sich noch im Bau befindende, groesste Tempelanlage Suedostasiens (groesser wie Ankor Watt) angeschaut haben. Unglaublich grosse vergoldedte Budastatuen schmueken die zwei groessten Tempel und loesen selbst bei nicht Buddisten eine gewisse Erfurcht aus. Mit dem Nachtzug sind wir gestern in die Berge Nordvietnams gereist, wo wir nun heute das geniale Wetter und die wunderschoene Berglandschaft mit ihren traditionell gekleideten Bewohnern bewundert haben.
Unsere Reise verlauft bisher sehr gemuetlich und Thomas und ich verstehen uns praechtig, so dass wir neben vielen tollen Erfahrungen auch jede Menge Gelaechter teilen. Ich hoffe ihr erfriert mir nicht zu Hause

Chau

Konrad

PS: Leider war es mir bisher noch nicht moeglich meine Bilder hoch zu laden, aber ich werde es bei naechster Gelegenheit tun. Alle die Thomas oder mich gern mal sprechen moechten koennen unsere Nummer gerne bei meinem Bruderherz erfragen.

Friday, February 20, 2009

12.2.09 Genialer Abschied



Hi Dudes,

was ihr nun vor euch habt ist mein letzter Bericht aus dem zauberhaften Land der langen weißen Wolke. Ich habe hier eine wunderbare Zeit verbracht und nun wo der Abschied naht wird mir bewusst, wie sehr mir dieser Teil der Erde ans Herz gewachsen ist. Aber nun mal eins nach dem andern. Die letzten zwei Wochen bei NIWA habe ich noch mal so richtig ran glotzen müssen. Die Berge an Daten und Ergebnissen, die ich über die vergangenen Monate angesammelt habe, mussten ausgewertet und in Berichten zusammengestellt werden. Neben den zwei englisch sprachigen Berichten für NIWA, haben außerdem noch mein Bericht für die FH und für mein Stipendium geschrieben werden müssen. So kam es dass ich manchmal bis nachts um 2 Uhr im Büro saß und auch die Wochenenden durchgearbeitet habe. Das Ergebnis 130 DIN A4 Seiten in Schriftgröße 12. Nebenbei fanden in meiner letzten Woche noch jede Menge Verabschiedungszeremonien statt: Montag das letzte mal Ultimate Frisbee zocken, Dienstag Abend Abschlussessen bei meinem Chef, Mittwoch Abschied von meiner WG und meinen ganzen Freunden bei einem Abendessen im Pub und Donnerstag hab ich nach der Arbeit meine Arbeitskollegen zu einem kleinen Umtrunk plus Snacks eingeladen.
Nachts um 3 hat mich ein Taxi nach Auckland gefahren, damit ich nach 3 Stunden Schlaf am Flughafen, den Flieger nach Christchurch auf die Südinsel nehmen konnte. Dort hat mich mein Bruderherz freudig empfangen, der allerdings dank einer durchzechten Nacht nicht viel fitter war als ich selbst. So sind wir erstmal ins Antarktis Center in Christchurch gegangen, wo in einem Raum bei -20 °C ein arktischer Sturm simuliert wird. Wir haben zwei einen dicken Parka bekommen, doch dank unserer Boardshorts waren wir danach ordentlich durchgefroren, aber ein ganzes Stück lebendiger als zuvor. Wir sind dann noch bis Omarama bei Twizel gefahren, wo wir in ein unglaublich idyllisches, einsames Hostel eingekehrt sind.
Nach einer Runde Frisbee gab’s dann 500 g Spagetti mit 600 g Hackfleisch in Bolo Sauce, die wir bei Kerzenlicht und Klassik Musik genüsslich, bis auf die letzte Nudel verspeißt haben. Bis spät in die Nacht haben wir gequatscht, Bilder und Videos angeschaut und uns auf unsere zukünftige Reise eingestimmt. Über Queentstown, die Welthauptstadt des Adrenalins, gings dann nach Te Anau ins Fjordland. Von dort aus sind wir einen der 9 Great Walks Neuseelands gelaufen; den Keppler Track. Den auf 4 Tage angesetzte Marsch, haben wir in 3 Tagen gewandert, wobei wir durch wunderschöne Fjord und Alpinlandschaften getingelt sind, Keas (Bergpapageien) zum greifen nahe kamen und sagenhafte Gipfelausblicke genießen konnten. Direkt nach der Wanderung gings am Folgetag in den einsamen Doubtfull Sound kayaken. Die Gruppe war klasse und neben der atemberaubenden Fjordlandschaft, haben wir einen Seehund und Wale in der Ferne gesichtet. In Wanaka haben wir mit zwei großartigen, deutschen Mädels die bezaubernde Bergidylle und das lokale Nachtleben genossen, bevor wir am nächsten Morgen ziemlich verkatert zum Fox Glacier gefahren sind. Die Gletscher Tour die wir am Mittag unternommen haben, hat für viel Gelächter gesorgt und tolle Ausblicke auf frostige Eisformationen, vor lebendig grünem Regenwald geboten. Weiter ging’s hoch die Westküste bis Greymouth, wo wir bei einer Brauereibesichtigung einen ganzen Haufen cooler Leute kennen gelernt haben. Nach der Besichtigung gab’s ein gemeinsames BBQ, dem ein wilder Tanzabend folgte. Neben rollenden Wellen, Palmen und Regenwald schlängelte sich unser Weg weiter die Westküste hinauf bis Tauranga Bay bei Westport, wo wir uns gemeinsam zum Surfen in die Wellen gestürzt haben, Frisbee zockten und am Strand geturnt haben. Am folgenden Tag haben wir in Westport per Zufall noch mal die zwei Mädels aus Wanaka getroffen mit denen wir uns den Tag ein wenig versüßt haben, bevor wir uns, Wangi like, viel zu spät, nach Picton aufgemacht haben, wo am Abend unsre Fähre nach Wellington ablegen sollte. Als letztes Auto sind wir schliesslich auf die Fähre eingecheckt. Zum Abschluss unsrer Reise hat Moritz noch einen Bunjy Jump absolviert und ein traditionell Maorischer Abend, genannt Hangi, hat unsre Maegen und Gemueter noch einmal von der Herrlichkeit dieses Landes ueberzeugt. Schliesslich war es dann soweit dass wir abends am Fluss vor meinem Haus mit lachendem und weinendem Auge diese wunderbare Zeit besiegelt und uns von einander verabschiedet haben. Nachts um 3 habe ich mich gen Bangkok auf gemach, wo viele weitere Abenteuer auf mich warten sollten, ueber die ich in ein paar Tagen gerne ausfuerlicher schreiben werde und solange mit

Warmest Regards verbleibe

Friday, January 16, 2009

17.1.09 My family!

Hi mates,
gerade erst sind die Weihnachtstage vorbei und schon liegen nur noch zwei Wochen Arbeit vor mir bis meine Semesterferien beginnen. Dann geht’s mit Moritz auf die Südinsel und später weiter nach Südostasien.
Die letzten Wochen waren wirklich unglaublich schön und haben mir mal wieder vor Augen geführt wie gerne ich meine Familie habe.
Während die Arbeit vor Weihnachten ziemlich stressig wurde, da einiges erledigt sein sollte bis die Feiertage beginnen, war meine Freizeit nach wie vor ein Traum. Ich bin am Wochenende vor den Weihnachtstagen noch mal nach New Plymouth gefahren, bin dort aufs Festival of Lights, um im wunderschönen Stadtpark gechillten Lounge und Reggae Bands zu lauschen und habe einen Aufstieg auf den mächtigen Vulkan Mt Taranaki gewagt. Leider musste ich noch vor der Spitze auf Grund des Schwierigen Aufstiegs und der schlechten Witterung kehrt machen, aber ein Abenteuer war das auf jeden Fall.
Weihnachten habe ich dann mit Rob und seiner Ma am Lake Taupo verbracht und ich musste mal wieder feststellen wie unterschiedlich Weihnachten doch in der Welt gefeiert wird. Nach einer Mixtur aus britischer und neuseeländischer Weihnacht bin ich mit dem Auto entlang der Ostküste von Napier die ganze Küste entlang nach Whakatane gefahren. Die Reise hat mich vom „Toskana“ Städtchen Napier vorbei an Weinbergen und genialen Surfstrände nach Gisborn und von dort aus entlang des Eastcapes an den östlichsten Punkt Neuseelands geführt. Dort habe ich am Fuße des Leuchtturms verträumt gen Osten geschaut und daran gedacht dass mich meine Wege ja bald dort hin führen werden und mit aller Vorstellungskraft konnte ich bereits die Umrisse der Landmasse erkennen die sich Südostasien nennt.
Zurück über traumhafte Buchten bin ich dann nach Auckland gefahren, wo ich voller Freude meine zwei gejetlagten Eltern vom Flughafen abgeholt habe. Von dort aus sind wir mit einem gemieteten Wohnmobil hoch ins Northland gefahren um in die Bay of Islands Silvester zu verbringen. Dort sind wir mit einem Schiff zwischen den 144 Inseln gecruist und haben eine Delphin Gruppe mit bestimmt 50 Delphinen von ganz nah beobachten können. Den Heimweg sind wir entlang die Coromandel Halbinsel gefahren und haben Sonne, Strand und Meer genossen und am Hot Water Beach haben wir eifrig ein Loch in den Strand gegraben um im warmen Wasser, das dort aus der Erde aufsteigt, zu baden.
Die Woche nach dem fünften musste ich dann wieder arbeiten, habe mein Bioflocculationsexperiment reseted und am nächsten Samstag bin ich erneut zum Flughafen gedüst um meinen geliebten Brudi abzuholen. Das war ein Wiedersehen! Um die Reunion komplett zu machen sind wir gleich weiter nach Rotorua und haben uns mit Mama und Papa getroffen. In Rotorua haben wir die thermischen Quellen genossen, haben die zahlreichen geothermischen Aktivitäten bestaunt (Geysire, Mudwholes, farbenreiche Seen) und haben uns, in kleinen Seifenkisten, ein heißes Rennen geliefert.
Am Montag hatte ich mir noch frei genommen um mit meiner Familie den Tongariro (Schicksalsberg Herr der Ringe) zu überqueren. Der Berg wurde uns tatsächlich zum Schicksal! Da die Sonne am strahlend blauen Himmel stand und keiner auf mich hören wollte, sind meine 3 Gauner ohne Regenjacke los marschiert. Ein heftiger Regenschauer hat uns dann auf dem Gipfel getroffen und so sind wir Pitsch Nass und durchgefroren nach 7 Stunden zurückgekehrt.
Letzten Mittwoch habe ich mich dann von meinen Eltern verabschiedet die nun leider schon wieder gegangen sind und während ich wirklich ein wenig traurig war sie ziehen zu lassen, war es natürlich ein guter Trost das Moritz bis zum Freitag bei mir gewohnt, mit mir Ultimate Frisbee gezockt und Wangi mäßig gekocht hat. Nun ist auch er ins Northland aufgebrochen und ich habe mich das Wochenende eingebunkert um meinen Bericht für das Stipendium zu schreiben.
Ich wünsche allen denen ich es noch nicht gesagt oder geschrieben habe, ein glückliches und erfolgreiches 2009 und freue mich schon auf die Zeit die ich mit euch gemeinsam verbringen kann.

Warmest Regards
Konrad

PS: Bilder gibt's selbstverständlich wieder neue auf Pixum und Studi VZ

Tuesday, December 16, 2008

16.12.08 Beach!


Hi followers,

die Abstände meiner Neuigkeiten verlängern sich von mal zu mal, was wohl an meinem Gefühl für die Zeit liegt, die immer schneller dahin zu gleiten scheint und die Wochen rasend schnell passieren lässt. Nun über einen Monat ist es her dass ich von mir hören ließ und so möchte ich kurz mal erwähnen, was sich in meiner Arbeit getan hab bevor ich zu meiner Freizeit komme.

Nachdem ich nun einige Zeit mit der Erforschung einer Algenerntemethode verbracht habe, dem Tubesettler, wurde mir ein weiteres Projekt zu teil. Algen lassen sich umso leichter ernten je größer sie sind oder je besser sie „zusammen kleben“. Dies lässt sich durch diverse Chemikalien erreichen, die jedoch die Kosten erhöhen und den Wert der Algen mindern da somit z.B verpulvertes Aluminium mit den Algen verklebt wird. Es gibt auch die Möglichkeit die Algen durch Beeinflussung der Randbedingungen zum ausscheiden von Substanzen zu bewegen, die zum Verklumpen führen. Dieser Vorgang ist allerdings sehr wenig erforscht, aber wie sich an dieser Stelle schon vorstellen lässt sehr viel versprechend. Deshalb haben wir ein recht Umfangreiches Experiment entworfen um einigen der Randbedingungen besser auf die Schliche zu kommen. Das Aufbauen und Warten (täglich 3-4 h) dieses Experiments, hat mich die letzten Wochen voll und ganz unter Beschlag genommen.

Trotzdem finde ich nach wie vor Zeit an den Wochenenden wertvolle Erfahrungen mit Land und Leuten zu machen. Mein Geburtstag hier unten war wirklich unglaublich und ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken die an mich gedacht haben, mir Briefe geschrieben haben, Päckchen geschickt oder mir über E-Mails Glückwünsche zukommen ließen.

Für alle die noch nicht bescheid wissen hier eine kurze Zusammenfassung meines Geburtstagswochenendes:

„Meine Geburtstagsfeier war richtig genial, da ich mit all meinen Freunden einen Wochenend Ausflug in eine der schönsten Gegenden der Nordinsel unternommen habe: Corromandel. Rob hat vorgegeben das wir nur zu dritt, Judith, er und ich losziehen. Auf dem Weg saß dann Vincent an der Straße und 20 km out of Hamilton standen Jule und Pia mit einem Papschield trampend an der Straße. Damit hatte ich dann wirklich nicht mehr gerechnet. Somit sind wir dann zu sechst in meinem Auto um die Halbinsel getourt. Wir haben dann am Samstag in Whitianga im Pub reingefeiert und die Liveband hat mir ein cooles Geburtstagsständchen gespielt. Mit der Aussprache meines Namens haben sie sich allerdings etwas schwer getan "Konrod". Leider ist am Sonntagabend die Kupplung meines bis dahin so geliebten Autos über den Jordan gegangen, was ich inzwischen aber gegen einen Haufen Geld reparieren lassen hab.“

Die letzten 4 Wochenenden hab ich mich abwechselnd in Raglan und in der Mount Manganui Umgebung aufgehalten, sei es um die genialen Strände zu genießen, zu surfen, den Mount Manganui zu besteigen, an meinem ersten Ultimate Frisbeeturnier teil zu nehmen, mich trotz Lichtschutzfaktor 30 zu verbruzzeln, oder um White Island einen Besuch ab zu statten.

White Island ist ein aktiver Vulkan, der als kleine Insel vor der Küste der Bay of Plenty liegt.
Während dieser Unternehmungen hat mich zu meist mein treuer Freund Rob begleitet und gemeinsam haben wir auf unseren Trips wiederum viele nette Menschen kennen gelernt die uns auf unsern Wegen begleitet haben.

Vergangenes Wochenende waren wir auf einem Christmas Open Air Konzert von Dave Dobyn, der Ikone der neuseeländischen Musik und mein absoluten Favorit der Kiwimusik.
Christmas Konzert? Ja das ist schon etwas merkwürdig Weihnachtslieder der Vorbands zu hören während man im ärmellosen Shirt und kurzer Hose zusammen mit 10.000 andern Leuten auf Dave Dobyn wartet. In der ersten Reihe waren wir Dave dann zum Greifen nahe und nach dem Konzert gab’s ein sagenhaftes Feuerwerk.

Allgemein bleibt zu sagen dass ich mich in meiner WG nach wie vor wohl fühle und mich nun schon riesig auf Mama, Papa und später Moritz freue, die in nicht all zu langer Zeit bei mir vorbeischneien (Wortspiel). Allen andern sei gesagt das trotz meiner tollen Tage hier unten, meine Gedanken immer wieder bei euch sind und ich schon fröhlich an kommende gemeinsame Tage denke. Somit wünsche ich euch eine gute Zeit bis zum nächsten mal

Warmest Regards

Konrad

PS: Bilder auf Pixum und StudiVZ

Tuesday, November 11, 2008

12.11.08 Heimisch


Hi bros,

nachdem ich nun beinah einen Monat keine Neuigkeiten rüber wachsen lies kommt jetzt gleich ein ganzer Haufen. Doch erst mal zu folgendem Bommel Zitat: „Ich hab mir grad dein Fotos angeschaut. Ist ja ziemlich geil, was du alles so mitnimmst, aber arbeitest du auch manchmal, oder machst du nur Abenteuerurlaub ;-)“. Das lasse ich so natürlich nicht auf mir sitzen und hab euch gleich mal ein paar Arbeitsbilder ins Netz gestellt. Generell bleibt zu sagen dass ich natürlich das Beste aus meinem Auslandsaufenthalt machen möchte und versuche die Wochenenden aus Hamilton raus zu kommen, um was von Land und Leuten zu sehen. Die Bilder die ich dabei schieße sind eben meist spannender als Algenbilder ;-)
Den letzten Monat habe ich eine einfache Computersimulation erstellt, die basiert auf dem physikalischen Gesetz von Stoke, die Sedimentation von Algen vorherbestimmen können sollte. Da die Theorie sich leider häufig gänzlich von der Praxis unterscheidet habe ich ein simples Model entwickelt und gebaut, um das ganze in der Realität zu testen. Darin besteht momentan meine Hauptaufgabe und um nicht weiter auszuschweifen komme ich nun zu den allgemeinen Neuigkeiten.
Vor- vor- vorletztes Wochenende (oh mein Gott, wie die Zeit vergeht) war ich mit Rob meinem Freund aus Wales und dem Franzosen Vincent, einem meiner besten Kumpels in NZ, wieder im Ferienhaus von Robs Arbeitskollegin. Wir haben ein aufregendes Wochenende verbracht mit Abenteuerminigolf, Whitewater Rafting, Barbeceuparty mit einem Haufen Aucklander die wir beim Raften kennen gelernt haben, strahlendem Sonnenschein und einem Bungyjumping Sprung aus 50 m Höhe. Jeder der schon einmal auf dem 10 m Brett gestanden ist kann sich ungefähr ausmalen wie man sich fühlt wenn man am Abgrund einer fünfmal tieferen Höhe steht und sich selbst in die Tiefe hechten muss. Der pure Adrenalin Kick. Allen die sich jetzt sorgen zu machen beginnen sei gesagt das die Anlage seit 1992 betrieben wird (16 Jahre) und noch kein einziger Unfall passiert ist.
Vor- vorletztes Wochenende war hier Labourweekend und somit hatte ich 3 Tage frei. Die Zeit habe ich genutzt um den einzigen Greatwalk auf der Nordinsel zu laufen den ich noch nicht begangen habe. Dabei sind Rob, Scott mein Freund mit Glatze aus Auckland und ich, sind bei mäßigem Wetter, um einen wunderschönen See nahe der Eastcoast gewandert. Es ging mit genialen Aussichten hinauf auf 1200 Höhenmeter, durch Moosüberwucherte Regenwälder, entlang an Buchten und Stränden und quer durch Indianer Jones Dschungel. Wir haben zweimal in Hütten geschlafen und nach der ersten Übernachtung auf dem Berggipfel, hat es morgens sogar geschneit.
Vor letztes Woche sind Pia und Julia (zwei deutsche Mädels die ich vom Pubquiz kenne) in das Haus eingezogen in dem ich bis dahin immer noch allein gelebt hatte. Es war wirklich eine gute Zeit mit den Zwei und da die Wettervorhersage für vorletztes Wochenende wirklich schlecht war, sind wir in Hamilton geblieben, sind shoppen gegangen, haben Halloween gefeiert und Ultimate Frisbee gespielt.
Als sie Montag letzte Woche weiter Richtung Süden davon getrampt sind blieb allerdings nicht viel Zeit zum trauern da ich direkt nach der Arbeit in meine neue WG eingezogen bin. Die ist wirklich der Hammer! So ein geiles Haus und so unglaublich coole WG Mitbewohner. 2 Jungs, 2 Mädels und damit ich auch gleich den richtigen Eindruck von ihnen gewinne haben sie letztes Wochenende eine riesen WG Party geschmissen. Dabei war Verkleidung Pflicht und mein „Ugly Sherrif Style“ hat für viel Gelächter gesorgt. Außerdem war ich letztes Wochenende das erste mal in Raglan dem nahe gelegenen Surf Eldorado an der Westküste. Nachdem ich nun schon eine Ewigkeit nicht mehr auf dem Brett stand hat es ein Weilchen gedauert bis ich mit den 2 m hohen Wellen klar kam, aber schließlich sind mir die ein oder anderen guten Rides gelungen. Trotz Lichtschutzfaktor 30, sah mein Gesicht abends recht kirschig aus, was sich allerdings gut mit meiner Verkleidung vereinbaren lies.
Wenn ich Abends von der Arbeit komme, habe ich in letzter Zeit natürlich tierisch viel Fetz mit meinen Flatmates, zocke wie süchtig Ultimate Frisbee, koche immer wieder gerne nice Dinner, pump my guns im Fitnesscenter der Uni und gewinne in letzter Zeit beinah jede zweite Woche beim Pubquiz 150$ mit meinem Team. Rob weiß einfach alles, unglaublich. Die Zeit vergeht wie im Flug und am liebsten würde ich den Zeiger festhalten. Leider unmöglich, und somit bleibt mir nur die Zeit zu genießen und ganz fest zu hoffen dass es euch ebenfalls gut geht.

Warmest Regards

Konrad

Monday, October 13, 2008

13.10.08 Adrenalin


Hi folks,

nun gibt es schon wieder so viel zu berichten, das ich mich am besten nur aufs Wesentliche beschränke. Meine Arbeit macht nach wie vor Spaß und ich bin mit dem Projekt das ich nun begonnen habe bisweilen sehr zufrieden. Was ich da gerade mache? Das dauert ein Weilchen zu erklären, aber ums kurz zu machen: Ich untersuche eine spezielle Methode um Algen von Abwässern zu ernten. Das ganze ohne Energieaufwand und ohne die Algen zu beschädigen, da sie zur Biodiesel Gewinnung weiter verwendet werden sollen.

Ansonsten hab ich begonnen Sport zu treiben: Krafttraining und Ultimate Frisbee und gehe nach wie vor zum Pubquiz. Dort haben wir letztes Mal sogar gewonnen und 150 $ (75€) abgesahnt. Im Moment habe ich noch ein ganzes Haus für mich alleine, da ein Arbeitskollege für 6 Wochen verreist ist und ich dort so lange wohnen kann. Auf der großen Terrasse hinter dem Haus habe ich mit ein paar Leuten vor letztes Wochenende ein großes Barbecue gemacht, allerdings hat auch das bald ein Ende, da ich zum 20 Oktober in eine WG einziehe.

Meine Freizeit ist auch ansonsten sehr aufregend:

Vor letztes Wochenende war ich in den Höhlen von Waitamo unterwegs. Dort hab ich die sagenhafte Glühwürmchen Population bestaunt, bin durch schmale Löcher gekrochen, hab mich abgeseilt, bin auf einem alten LKW Schlauch auf einem Unterirdischen Fluß durch das Höhlensystem gerauscht und hab zwei super coole Mädels kennen gelernt mit denen ich Abends noch handgeschabte Spätzle mit Geschnetzeltem gekocht habe.

Dieses Wochenende war ich in Auckland und habe Scott besucht. Samstags haben wir Canyoning gemacht. Zu Anfang haben wir uns Haufen weise abgeseilt. Dabei ging es unter anderem sogar einen 48 m tiefen Wasserabfall hinunter. Danach folgte ein Part durch einen engen Canyon, wo man vom Wasserumspült hinunter gekraxelt ist. Ein riesiger Aal war dort im Wasser und ich hab noch rum geblödelte und ihm meine Hand hin gehalten, bis der Guide mir erklärt hat, dass er ohne weiteres Finger abreist. Puhh Glück gehabt. Es ging weiter mit hohen Sprüngen in Gumpen und als sich der Trip dem Ende zu neigte waren wir total begeistert von diesem Erlebnis. Abends zogen wir in Auckland auf Party Safari und ja es ist richtig: Aucklands Waterfront hat wirklich was zu bieten. Am Sonntag haben wir das wunderschöne Wetter genutzt und haben uns an den Strand geflackt.

Ein weiteres Mal kann ich nur sagen, dass es mir wirklich prächtig geht und ich könnte mir wohl kaum ein besseres Leben vorstellen. Für bildliche Eindrücke, habe ich natürlich wieder eine kleine Auswahl auf meine Pixumseite gestellt. Ich hoffe ihr genießt ebenfalls euere Tage

Warmest Regards

Konrad

Thursday, September 25, 2008

26.9.08 Boarden!!!


G’ day,

da bin ich wieder. Ich hoffe ihr seid genauso gut drauf wie ich? In den vergangenen Tagen hab ich mal wieder einiges erlebt, was ich euch in Kürze wiedergeben möchte.
Vorletztes Wochenende war ich noch mal in Hamilton unterwegs. Dort hab ich mit Judith und Susan Party gemacht, war shoppen, essen und hab mir ein wenig nähr das Städtle angeschaut.

Da ich inzwischen mein eigenes Projekt bekommen habe, war ich die Woche über vor allem mit der Literatur Durchsicht beschäftigt, was stehts der erste Schritt in der Forschungsarbeit ist. Schließlich will man ja das vorhandene Wissen nutzen und nicht Schnee von gestern erforschen.
Die wohl genialste Neuigkeit: Ich hab mir mein erstes hammer cooles Auto ersteigert. Für alle Jungs: ein Subaruh Legacy, für alle Mädels: es ist blau. Ein riesen Schnäppchen und ich kann euch sagen es ist wirklich eine geniale Erfahrung in so einer Auktion zu sitzen und mit andern um die Wette zu bieten. Vor allem wenn man zum Schluss bekommt was man will.
Letztes Wochenende bin ich zum ersten Mal aus Hamilton raus gekommen und das auch gleich schon um Boarden und Skifahren zu gehen! Einfach unglaublich. Überall ist Frühling und man selbst tobt auf einem aktiven Vulkan durch den Schnee. Den Trip hab ich mit Rob unternommen einem super lässigen Sportlehrer den ich vom Pubquiz kenne. Dank einer Arbeitskollegin von ihm, die nahe dem Skigebiet ein Haus besitzt, konnten wir uns umsonst einnisten.
Wie ihr seht ist bei mir alles bestens, was euch spätestens nach den neuen Bildern auf meiner Pixum Seite klar werden sollt.

Ganz liebe Grüße
Konrad